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Der Überfall der SA auf Missionar Schildmann in 1936
 Vor 70 Jahren, am 16. Juli 1936, wird Missionskandidat Ewald Schildmann in seiner Jöllenbecker Wohnung von der SA überfallen und „fürchterlich geschlagen", weil er im Konfirmandenunterricht den Hitlergruß abgelehnt hatte. Er wird von der Bielefelder Geheimen Staatspolizei verhaftet und 15 Tage in Schutzhaft genommen. Nach Haftentlassung wird ihm bis zur Ausreise in den Missionsdienst auf Sumatra ein Aufenthalts- und Redeverbot für Jöllenbeck auferlegt. Das von der Kirchengemeinde beantragte Strafverfahren wegen Landfriedensbruch wird 1937 durch einen Erlass Hitlers niedergeschlagen. Die Täter aus Jöllenbecker NSDAP- und SA-Kreisen kommen ungestraft davon. Der "Fall Schildmann" beunruhigt und erregt die Jöllenbecker Bevölkerung zutiefst. Er wird als fundamentaler Angriff des Nationalsozialismus auf die evangelische Kirche verstanden. Der Fall Schildmann solidarisiert weite Teile der Jöllenbecker Bevölkerung zu schweigender Ablehnungs- und öffentlicher Verweigerungshaltung gegenüber dem NS-Regime. (2006)
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Das Kriegsende 1945 in Jöllenbeck im CVJM
 Am 2. Ostersonntag, dem 2. April 1945, erreichen um die Mittagszeit die Panzer der amerikanischen "5th armored Division" über Werther und Häger den Ortseingang von Jöllenbeck und die Panzersperre auf der Beckendorfstraße in Höhe der Geschäftshäuser Aufderheide und Brinkmann. Bäckermeister Hans Brinkmann gehört nicht zu denjenigen, die an Hitler und an einen "Endsieg" glauben. Er ist Mitglied im CVJM und Bruderrat der Bekennenden Kirche. Aus dem Obergeschoss seines Hauses setzt er für Jöllenbeck mit einem großen Bett-Tuch die weiße Fahne. Er wird auf Anordnung des NSDAP-Ortsgruppenleiters verhaftet und in der Arrestzelle des Amtshauses inhaftiert. Einem couragierter Jöllenbecker Bürger gelingt es, Hans Brinkmann durch gewaltsamen Aufbruch des Amtshauses zu befreien. (2005)
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Quellensammlung zum Kriegsende 1945 in Jöllenbeck
 Als nun der Feind näher kam, sagte unser Opa, holt mal ein Bettlaken, dass wir uns dem Feind ergeben wollen", erinnert sich eine Zeitzeugin an den Einmarsch der Amerikaner in Jöllenbeck. An provisorisch eingerichteten Panzersperren kämpft ein letztes Aufgebot von "Volkssturm"-Leuten. Es kommt zu Schießereien, einzelne Wohnhäuser, der Hof Böckmann und die Ravensberger Seidenweberei werden in Brand geschossen. Ein gigantischer amerikanischer Militärkonvoi rollt durch Jöllenbeck auf dem Vormarsch Richtung Weser und Berlin. Zivilbürger kommen nicht zu Schaden. Die Jöllenbecker Bürger sind froh, dass der Krieg beendet ist. Als Befreier werden die Amerikaner jedoch nicht empfangen. (2005)
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Die Gemeinde Jöllenbeck im Dritten Reich 1935-1945
 "Ein merkwürdig einmütiges Wissen um die Abgründigkeit der Zeitläufe lag über der Gemeinde", erinnert sich Pfarrer Ernst Kleßmann, der 1935 den Dienst als Ortspfarrer von Jöllenbeck aufnimmt, in seinem Bericht "Sichtungszeit" aus dem Jahr 1954. Wie kein anderer hat er in vorderster Linie in der Leitung der Jöllenbecker Bekennenden Kirche (BK) das NS-Regime als Zeitzeuge erlebt. Im Kampf um die Freiheit der Kirche und den Bestand des gemeindlichen Lebens hat er vielfache Repressalien der örtlichen NSDAP-Kreise und Gestapo Bielefeld gegen die Jöllenbecker Bekenntnisgemeinde und seine eigene Person erfahren. (1954) |
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